Entstehung der Viren

Um Überlegen zu können wie Viren entstanden sind, sollte man sich erst einmal klar machen was Viren überhaupt sind. Sind Viren die komplexesten Moleküle oder die einfachste Form von Leben? Wie bereits geschildert ist ein Virus nichts mehr als ein Parasit, der aus einem von einer Proteinhülle eingeschlossenem Genom besteht und isoliert nicht in der Lage ist, irgendeine Art von Stoffwechsel durchzuführen. Folglich kann ein Virus nicht als “Leben” beschrieben werden, da ihm neben der Fähigkeit des Stoffwechsels auch die Möglichkeit fehlt, sich unabhängig zu vermehren oder irgendwelche Reize wahrzunehmen. So kann ein Virus auch nicht getötet werden, sondern nur an seiner Vermehrung gehindert werden.

Doch im Gegensatz hierzu stehen seine Merkmale der Vererbung und Mutation. Ein Virus ist also weder tot noch lebendig. Die beste Definition ist wohl einen Virus als „geborgtes Leben“ zu beschreiben. All diese Fakten veranlassen dazu, die Abstammung der Viren von präzelluräen Vorformen des Lebens auszuschließen, da sie ja abhängig von “Leben”, von Zellen sind. Also können sich Viren erst entwickelt haben, als es schon lebende Zellen gab. Diese Vermutung wird durch die Tatsache, dass das Virusgenom in den meisten Fällen dem Genom der Wirtszelle viel ähnlicher ist, als denen anderer Viren, unterstützt. Teilweise sind die Gene sogar identisch.

So bevorzugen die meisten Wissenschaftler die Theorie, Viren seien aus beweglichen Fragmenten zellulärer Nucleinsäure entstanden. Mit den Plasmiden und Transposons glaubt man die Vorfahren der Virusgenome gefunden zu haben. Alle drei DNA-Moleküle verbindet eine wichtige Eigenschaft: Sie sind mobile genetische Elemente. Auf die genauere Definition der Plasmiden und Transposons möchte ich in meiner Facharbeit nicht eingehen.

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