Aufbau und Vermehrung des Grippevirus

Basierend auf dem vorherigen Kapitel sind Aufbau und Vermehrung des Influenza A Virus schnell erläutert. Das Genom des Virus besteht aus acht einzelsträngigen RNA-Molekülen, die jeweils von einem Capsid umgeben sind. Diese Capside sind, im Unterschied zu dem in Kapitel 1 beschriebenen Virus, von einer Hülle umgeben. Auf dieser sitzen 2 Arten von Glykoproteinen, nämlich  Hämagglutinin und Neuraminidase. Sie helfen dem Virus bei der Adsorption (Bindung) an der Wirtszelle. Ohne die Glykoproteine gelangt das Virus, deren Enzyme jetzt das Capsid zersetzten und die virale RNA freilegen.

Diese, wie schon erwähnt auch Matrize genannt, dient als Vorlage für die Synthese eines komplementären Stranges, welcher zwei Aufgaben hat: einerseits wird er kopiert um neue virale Genome zu synthetisieren, andererseits dient er als neue mRNA. Diese wird sowohl für die Synthese des Capsid als auch für die der Glykoproteine verwendet. Die Glykoproteine werden im Gegensatz zum Capsid nicht in den Ribosomen sondern im endoplasmatischem Reticulum synthetisiert. Während sich das Genom und das Capsid spontan selbst zusammensetzen, werden die Glykoproteine von Vesikeln (50-100 nm große, mit einer Membran umgebene Bläschen) zur Zellmembran befördert.

Das Virus knospt nun aus der Zelle. Für diesen Vorgang ist die Neuraminidase wichtig, da es dafür zuständig ist das Virus von der Zellmembran zu lösen.
Die Hülle des Virus, an der die Glykoproteine sitzen, wird aus der Zellmembran entnommen und legt sich um das Capsid.

Treten zu viele Viren aus der Zelle aus, wird die Membran so stark beschädigt, dass die Zelle zerstört wird.

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