Aufbau eines Virus
Das Genom besteht nicht immer, wie bei allen anderen Zellen, den tierischen, pflanzlichen, menschlichen oder bakteriellen, aus einer doppelsträngigen DNA, sondern bei manchen Viren nur aus einem einzelnen Strang.
Die Nucleinsäuren können entweder als DNA oder auch als RNA vorliegen, eine Eigenart die nur bei Viren zu finden ist. Die kleinsten Viren, mit einem Durchmesser von nur ca. 20 nm besitzen gerade mal vier Gene. Die größten Viren, welche einen Durchmesser von ca. 400 nm haben, können aus mehreren Hundert Genen bestehen.
Die eben schon erwähnte Proteinhülle, auch Capsid genannt, ist aus vielen identischen Proteinuntereinheiten, den Capsomeren, zusammengesetzt. Die Capsidstruktur ist charakteristisch für jede Virusart. Sie kann helixförmig, polyedrisch oder noch viel komplexer sein. Die äußere Form des Virus richtet sich ganz nach Anzahl und Anordnung der Gene.
Außerdem gibt es noch jene Viren die neben der Proteinhülle eine Hüllmembran besitzen, welche das Capsid umschließt. Diese Hüllmembran besteht wie jede Biomembran aus einer Lipiddoppelschicht und besitzt außerdem noch Glykoproteine. Diese helfen dem Virus, sich an der Oberfläche der Wirtszelle anzuheften. Doch dazu später mehr.
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