Entwicklung der Bewegung bei Kleinkindern

Bereits vor der Geburt beginnt die motorische Entwicklung: So bewegt sich das ungeborene Kind schon im Bauch der Mutter. Die Bewegung wird dann mit der Zeit intensiver, so dass die Mutter immer stärker mitbekommt, wann sich das Kind bewegt. Auch nach der Geburt sind schon verschiedene Überlebensreflexe vorhanden, wie der Saugreflex, der Schluckreflex und der Inspirationsreflex. Auch der so genannte Darwin-Reflex ist vorhanden. Hierbei kann sich ein Kind automatisch an einem waagerechten Seil mit beiden Händen festhalten und seinen eigenen Körper für kurze Zeit in die Luft heben.

Sobald das Nerven- und das Muskelsystem gereift sind, lernen Kinder in der frühren Kindheit das Sitzen, Krabbeln, Stehen, Laufen und Greifen. Bei diesen Entwicklungen sind allerdings erhebliche Unterschiede zwischen dem Einzelnen zu beobachten. Einige Kinder lernen diese Bewegungen in erheblichen Zeitunterschieden vor anderen Kindern. Die Reihenfolge der gelernten Bewegungen bleibt aber immer dieselbe. Allerdings besteht die Behauptung, dass nicht alle Kinder krabbeln.
In der frühen Kindheit entwickeln sich neue Fertigkeiten und alte werden verfeinert.

Im 2. bis zum 6. Lebensjahr entwickeln sich die Grundformen, die dem Kind helfen mit der Umwelt zurecht zu kommen. Diese Fertigkeiten sind unter anderem sportlicher Natur, wie Laufen, Springen, Balancieren und Werfen. Diese neu erworbenen Fähigkeiten werden mit der Zeit gezielter und kontrollierter. So können sie nach und nach auch kombiniert werden, z.B. in Bewegungsspielen, wenn das Kind einen Ball wirft und gleichzeitig auf einem Baumstamm balanciert.
Auf Grund der Erkenntnis, dass man die Geschwindigkeit der Entwicklung der motorischen Fähigkeiten zwischen dem 1. und dem 3. Lebensjahr kaum beeinflussen kann, lohnt sich eine individuelle Förderung, beispielsweise im Turnverein, erst im Alter von 2, oder 3 Jahren. Das richtige Alter hierfür ist vom Entwicklungsstand des Kindes abhängig.

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