Die Bedeutung von Bewegung für die motorische Entwicklung eines Kindes
Zunächst ist zu sagen, dass die motorische Entwicklung Veränderungen der Steuerungs- und Funktionsprozesse, die der Koordination der Körperhaltung des Menschen dienen. Diese Veränderungen sind altersbezogen. Allerdings ist das Lebensalter nicht als eine Ursache der Veränderungen anzusehen, sondern viel eher dient es der Beschreibung der Vorgänge. So kann man sich einen gewissen Überblick verschaffen. Man kann also für den Einzelnen einen Bewegungsplan erstellen, oder ungefähr sagen, welche Veränderungen in den einzelnen Lebensabschnitten vorkommen, allerdings muss man auch bedenken, dass sich die motorische Entwicklung von Generation zu Generation verändert, da sich auch die Interessen der Gesellschaft verändern.
Bei nicht ausreichender Bewegung folgen Haltungsschäden, Koordinationsschwächen, und Konditionsprobleme, aber auch Verhaltensstörungen können auftreten.
Sollte die Entwicklung der motorischen Koordination stark beeinträchtigt sein, spricht man von einer “Umschriebenen motorischen Entwicklungsstörung”.
Diese Krankheit erkennt man vor allem an einer besonders starken Ungeschicklichkeit, die bei Kindern mit Entwicklungsstörungen neuropsychologischer Funktionen, wie Sprachentwicklung, Aufmerksamkeit und anderen Symptomen, in Verbindung gebracht werden kann.
Bei ausreichender Bewegung werden diese Fähigkeiten gestärkt, Reflexbewegungen verbessert, sodass zum Beispiel bei Stürzen eine geringere Verletzungsgefahr besteht, da der Abfangreflex der Arme früh genug eingeleitet werden kann und auch genügend Kraft in den Armen vorhanden ist, um den Körper abzufangen. Allerdings müssen diese Reflexe, so wie die Kraft antrainiert werden, was schon in der frühen Kindheit geschehen sollte. Trainiert man sich die Kraft und diese Reflexe nicht an, so kann es bei Stürzen häufig zu Verletzungen kommen.